Nachhaltige Stadtentwicklung - wir versuchten uns einzubringen:

Im Laufe der Jahre haben wir uns sehr vielfältig zum Thema ökologische Stadtentwicklung eingebracht.

Einige unserer Stellungnahmen und Schreiben dazu finden sie nachfolgend. Auch diese Seite wird nach und nach vervollständigt.

(Ausführliche Infos zum Streit um die Fußgängerzonensanierung gibt es auf einer gesonderten Seite - siehe FGZ.)

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Stadtentwicklung Hameln

- Stellungnahme ECE-Stadtgalerie vom 04.10.2004

- Stellungnahme Verkehrsgutachten ECE vom 28.11.2003

- Stellungnahme Stadtentwicklungskonzept 2000

- Stellungnahme Citymarketing vom April 1996

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Motiviert dazu, uns einzusetzten, wurden wir in den 80iger Jahren u.a. von acht farbigen Bilderbögen, die sehr eindrücklich die Veränderung unserer Heimat veranschaulichen:

Alle Jahre wieder saust der Presslufthammer nieder. Jörg Müller

Positivbeispiel Verkehrsinseln

Licht und Schatten liegen manchmal sehr dicht beieinander. Besonders fallen einen am Stefansplatz/Hastenbecker Weg die wirklich sehr schön bepflanzten Verkehrsinseln auf. Auch im Berich Mühlenstraße gibt es schön gestaltete Inseln. Es zeigt, es geht auch anders. Vielen Dank dafür!

Lesetipp Stadtentwicklung: "Im Schatten der Klötze"

Auszug: "Wer in die Fachwerkstadt Hameln im Weserbergland fährt, kann die Folgen schon jetzt besichtigen. Im Herzen der knapp 60 000-Einwohner-Stadt befindet sich die "Stadtgalerie Hameln", ein 2008 eröffnetes Einkaufszentrum. Der lange Baukörper wurde optisch in mehrere Fassaden unterteilt und soll damit die für Hameln typische architektonische Vielfalt und Kleinteiligkeit nachempfinden. Ein Versuch, der oberflächlich bleibt und misslingt. Hinter den Fassaden befinden sich 19 000 Quadratmeter zusätzliche Einzelhandelsfläche - offensichtlich zu viel für die kleine Stadt. "Seit der Eröffnung des Centers sind die Gewerbemieten in Hameln um 50 Prozent gefallen", sagt der Hamelner Stadtforscher Klaus-Peter Möller. Die Rechnung der Stadt, mit dem Einkaufscenter neue Käufer anzulocken, ist bis dato nicht aufgegangen. Stattdessen ist es in Hameln zu einem offenen Verdrängungswettbewerb gekommen. Seit der Eröffnung der "Stadtgalerie" haben 75 der insgesamt 180 Hamelner Innenstadtgeschäfte ihre Mieter gewechselt. Wo früher ein gut sortierter Fachhandel blühte, prägen immer mehr Handy-Geschäfte und Billiganbieter das Bild. Innerhalb von zwei Jahren haben sich in den Einkaufsstraßen gleich fünf Ein-Euro-Läden angesiedelt. "Die Umsätze der Einzelhändler sind um 25 bis 35 Prozent zurückgegangen", sagt Möller. Zu viel für manches kleine Geschäft."

Vollständiger Bericht unter: www.welt.de/print/wams/wirtschaft/article13773157/Im-Schatten-der-Kloetze.html

4. Juni 2011

Tschüss Wolfgang...

Hamelns Stadtplaner geht...

Wolfgang Kaiser hatte an seinem letzten Arbeitstag zu einer Verabschiedung ins Rathaus eingeladen und auch der BUND war erwünscht. Vielleicht lag es daran, dass es keine offizielle Feierstunde der Stadt (warum eigentlich nicht?), sondern eine private Veranstaltung war. Ich habe mich über die Einladung von Wolfgang Kaiser gefreut. Verbindet uns doch seit mehr als 20 Jahre das Ringen um den richtigen Weg bei der Entwicklung unserer Stadt.

Ich denke dabei gerne an die positive Aufbruchstimmung von damals: "Stadt für Kinder", das Hameln Konzept: Strategie für die Stadtentwicklung 1992 - 2002. Aus der Feder des Stadtplaners Kaisers, ohne teure fremde Planungsbüros, das hätte der große Wurf für Hameln sein können.

Damals gab es Aufbruchstimmung. Jung waren wir und voller Hoffnung nach der Altstadtsanierung einen ähnlich zukunftsweisenden Weg im Einklang nicht mehr nur mit der Geschichte unserer Stadt, sondern diesmal mit den Ansprüchen von Umwelt und Natur (für die Zukunft unserer Kinder) zu finden. Nicht nur der BUND, sondern viele ehrenamtliche und soziale Verbände stützten damals mit der Arbeitsgemeinschaft "Stadt für Kinder" die Idee.

Kennt jemand eigentlich unser derzeitiges Stadtmotto?*

Diese Grundidee scheiterte tragisch und stellt wohl die größte Niederlage nicht nur des Stadtplaners Kaiser dar. Erste ökologische Ansätze (wie das Baugebiet Rotenberg Ost mit seiner Kombination vom Mehrfamilienhäusern und Individualwohnungsbau oder der Arbeitskreis Agenda 2010 damals) fanden keine Weiterentwicklung in unserer Stadt. Der Zug der Stadtentwicklung wählte die andere Weiche und fuhr nun in eine falsche Richtung. So trennten sich dann auch die Wege des BUND und des Stadtplaners Wolfgang Kaiser. Hottenbergsfeld, ECE, Fußgängerzonensanierung, Riesackweg, ...

Alles das hatte nichts mehr gemein mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit, des Umweltschutzes, der Verantwortung für die Schöpfung oder einem eigenen Weg der Stadtplanung, unabhängig vom Mainstream der Kommerzialisierung und dem Ausliefern an Großinvestoren und Konzerne.

Die Verantwortung für diesen falschen Weg liegt auf vielen Schultern. Herr Koss, Herr Schoormann, Herr Güsgen, ... viele, die auch jetzt noch das Sagen haben, wendeten das Blatt.

Zu Wolfgang Kaiser blieb ein kleines Band des Verständnisses füreinander und die Fairness sich gegenseitig anzuhören, auch wenn die offiziellen Meinungen weit auseinander waren. Dafür mein Dank und der Respekt dafür, dass er, verwurzelt in dieser Sadt, das Gemeinwohl und nicht den persönlichen Profit im Sinn hatte.

Persönlich somit alles Gute und die kleine Hoffnung, dass der Fachmann mit viel Erfahrung und Hintergrundwissen vielleicht doch wieder auf die richtige Seite wechselt.

Ralf Hermes

P.S.: Kaisers Abschied war auch Thema im Radiowecker mit Hagen Wolf und Werner Bergmann. Nachzuhören unter: http://www.wesio.de

* Stadtmotto zu finden in den Pressebeiträgen unten. Ob es noch aktuell ist, weiß ich leider nicht.

Pressespiegel Stadtentwicklung 1992-1993

Zum Lesen auf die Bilder klicken:

12. März 2011

Bericht: BUND-Märztreffen "Transition Town Initiativen"

Bericht zum BUND-Monatstreffen am Mittwoch, 09.03.2011, 19.30 Uhr mit einem Vortrag über „Transition Town Initiativen“ von Marion Hecht

Am Mittwoch, den 09.03. trafen sich rund 14 Interessierte um sich über die Transition Town-Bewegung auszutauschen. Ein sehr interessanter Vortrag brachte Hintergrundinformationen in Erinnerung. Marinon hat uns das Manuskript, welches z.T. Grafiken und Inhalte aus dem Buch  „Energiewende- Das Handbuch“ von Rob Hopkins enthält, zur Verfügung gestellt.

download: Transition Town Vortrag

Es war ein wirklich interessanter Abend, der sich mit dem interlektuellen Hintergrund der Umweltbewegung (Energiewende, Peak Oil, Nachhaltigkeit) aber auch der Psychologie von Veränderungsprozessen beschäftigte.

Ankündigungstext des Vortrags: Wie kann die Motivation vieler, eine Energiewende in unserer Region einzuleiten, in konkrete Handlung umgesetzt werden? Der Vortrag gibt einen Überblick über das Energiewendekonzept, das Rob Hopkins zuerst in England und mittlerweile weltweit unter dem Begriff „Transition Town Initiativen“ verbreitet hat. Das Konzept ist ein praktischer Ratgeber und basiert auf der erfolgreichen Arbeit von Hopkins und seinem Team, die ganze Städte und Gemeinden in einen Umdenkungsprozess und ökologischen Kurswechsel mit einbezieht. Es ist eine Handlungsanleitung für Menschen, die in ihrer Kommune eine Umkehr zur ökologischen Nachhaltigkeit bewirken und erleben wollen.

siehe auch: de.wikipedia.org/wiki/Transition_Towns



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